Blog im Blick

Mit Achtsamkeit zum Glücklich sein

Mut steht am Anfang des Handels, Glück am Ende.

Demokrit

Achtsamkeit ist in aller Munde. Doch was steckt genau dahinter, und bei was kann es uns helfen? Die Antworten auf diese Fragen habe ich in diesem Beitrag für euch gesammelt und zusammengefasst.
Warum ist Achtsamkeit so wichtig?
Dazu stelle ich dir zuerst eine kleine Frage: Wie sieht denn dein Leben im Allgemeinen so aus?
Von den Menschen in meiner Umgebung höre ich dazu fast einstimmig folgende Sätze:

  • Die Zeit rast nur noch an mir vorbei.
  • Ich komme zu gar nichts mehr.
  • Ich bin immer total schlapp, kraftlos und müde, dabei müsste ich so viel machen.
  • Ich bin so verspannt, ich hab Nacken, Schnupfen, Rücken, Blutdruck...

Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Also mir auch. Deshalb habe ich mich auf die Suche gemacht, warum wir uns alle gerade so fühlen, und vor allem, was man tun kann, und aus diesem unschönen Zustand wieder heraus zu kommen.
Was natürlich interessant ist: Warum fühlen wir uns gerade alle so, als ob wir unser Leben nicht mehr selbst leben, sondern nur noch am hinterher rennen sind? Die Antwort ist relativ einfach: weil wir genau das tun.


Jeder hat in der Arbeit und in der Freizeit so viel zu tun, das wir das, was wir tun, gar nicht konzentriert machen, sondern währenddessen mit den Gedanken schon wieder weit voraus sind. So denken wir bereits beim Zähneputzen daran, was wir im Geschäft nicht vergessen dürfen oder so gehen wir beispielsweise in einem Geschäftsmeeting gedanklich schon wieder die Abendplanung durch. Dies hat zur Folge, dass wir am Ende gar nichts mehr richtig mitbekommen, weil wir mit unseren Gedanken immer schon in einer anderen Situation sind als in der, die wir gerade durchleben. Da ist eigentlich doch ganz klar, dass wir nichts mehr richtig mitbekommen und es uns so erscheint, wie wenn die Zeit nur so an uns vorbeizieht. Weil wir die Momente in unserem Leben nicht konzentriert wahrnehmen und dauernd das Gedanken-Hamsterrad im Kopf läuft, leben wir nie im Hier und Jetzt, sondern immer im gestern, heute Morgen, im Nachher oder im Später...
Und als ob das nicht schon verwirrend genug ist, kommt dann noch dazu, dass wir nicht nur Geschäft und Freizeit bewältigen müssen, sondern auch noch den Alltag, in dem wir so „unnütze" Dinge tun müssen wie Wäsche waschen, Nahrung kaufen, aufräumen und so weiter. Und selbst hier hört es noch nicht auf. Ein weiterer Punkt ist unsere 24-stündige Erreichbarkeit per Smartphone, eMail, Internet: ständig blinkt das WhatsApp-LED, dauernd vibrieren die Twitter-News und die Facebook-Nachrichten blubbern auch die ganze Zeit.
Geht es dir auch so, dass du allein vom Lesen schon total gestresst bist? Und wir wundern uns, warum wir permanent überfordert sind, wo wir doch in einer dauerhaften Reizüberflutung leben. Unser Gehirn bekommt dauern Input. Dabei brauch das Gehirn und vor allem auch unser Körper dringend auch mal Zeit zum Regenerieren. Denn wir sind wir eine Batterie, oder wer es noch kennst, das Duracell-Häschen: Wenn die Batterie leer ist, dann hört auch der Hase auf sich zu bewegen. Und genau so ist das bei uns auch – Stichwort Burn-Out.

An dieser Stelle kommt die Achtsamkeit ins Spiel. Um die Achtsamkeit zu verstehen hier erst mal die Dinge, worauf wir nicht mehr achten:

  • Wir achten nicht mehr bewusst auf das, was wir tun.
  • Wir achten nicht mehr auf das, was unser Körper uns sagt, wenn wir zum Beispiel Erkältet sind und er uns damit sagen will: nehm dir doch mal bitte eine Auszeit, ich brauche Zeit zur Erholung. Nein, wir betäuben uns mit Wicks Nachtmedizin und machen weiter wie bisher.
  • Wir achten nicht mehr darauf, was wir eigentlich wollen und was uns gut tut.
  • Wir achten nicht mehr darauf wie mit uns umgegangen wird, sondern ertragen vieles aus Angst den Job zu verlieren, nicht mehr geliebt zu werden oder alleine zu sein.

Mit den Ideen der Achtsamkeit lernst du wieder auf dich, dein Leben und deine Bedürfnisse zu achten, und lässt damit die wirkliche Freiheit, Glück und Energie in dein Leben.

Übrigens integrieren auch immer mehr Schulmediziner und Psychologen die Achtsamkeit als Behandlungsmethode, da sie viele heilsame Auswirkungen auf den Menschen hat:

  • Emotionale und mentale Stabilität
  • Schmerzreduktion
  • Verbesserung des Immunsystems
  • Höhere Konzentrationsfähigkeit

Na, das ist doch schon ziemlich was, findest du auch?

blog Achtsamkeit

Achtsamkeit und wie du es in dein Leben integrieren kannst

 

Das Glück deines Lebens hängt von deinen Gedanken ab.

Marc Aurel
  • Mache eine Sache, und diese richtig
    Unterbreche die Reizüberflutung in deinem Alltag, und reduziere so deine Überlastung und deinen Stresslevel.
    Tipp für den Alltag: Starte ab jetzt damit, das was du tust, bewusst zu tun. Das bedeutet, wenn du eine Aufgabe in der Arbeit hast, dann konzentriere dich darauf diese Aufgabe zu erledigen und lasse dich nicht ablenken. In dieser Zeit legst du dein Handy weg, liest keine eMails, und stellst vielleicht sogar dein Telefon leise. Wenn Kollegen dich nach Hilfe oder etwas anderem fragen, dann antwortest du freundlich und bestimmt: „Ich möchte gerne noch etwas fertig machen. Ich komme dann gleich bei dir vorbei."
    Wenn du zukünftig eine Pause machst, dann mach auch Pause! Rede nicht nebenher über die Arbeit, sondern nutze die Zeit dein Gehirn und damit auch deinen Körper zu entspannen.
    Genauso wenn du Auto fährst. Fahre Auto und telefoniere nicht nebenher und schalte sogar mal dein Radio aus. Das alleine in der Stille sein ist am Anfang etwas komisch, weil du es gar nicht mehr gewöhnt bist, aber genau diese Momente geben dir Kraft.
  • Lebe im Hier und Jetzt
    Renne deinem Leben nicht hinterher oder voraus.
    Vergangene Dinge solltest du einfach so sehen, dass sie bereits passiert sind, und du kannst sie eh nicht mehr ändern. Du kannst natürlich etwas daraus lernen, grübele jedoch nicht mehr darüber nach „Ach hätte ich doch...".
    Und die Zukunft kann man zwar planen. Doch läuft es trotzdem oft ganz anders, als der Plan es vorsieht, und dann ist man total aus dem Konzept. Fange an zu vertrauen und lasse die Dinge fließen.
    Tipp für den Alltag: Konzentriere dich auf den Augenblick in dem du gerade lebst. Erledige die Arbeit die tu erledigen musst ganz bewusst und konzentriert in diesem Moment.
    Wenn du am Feiern bist, dann genieße die Zeit und denk nicht daran, was du eventuell morgen im Geschäft erledigen musst, oder wen du noch anrufen musst.
  • Akzeptiere
    Du kannst natürlich gegen alles ankämpfen was dir nicht passt. Das raubt dir allerdings total viel Energie, und macht dich auf Dauer nicht glücklich. Du kannst also z.B. deine Hausarbeit wie ein Rumpelstilzchen laut fluchend und grummelnd erledigen, oder du akzeptierst, dass das eine Sache ist, die einfach erledigt werden muss.
    Tipp für den Alltag: Führe deine Tätigkeiten, egal ob geschäftlich oder privat mit Ruhe und Konzentration aus. Lenke deine Aufmerksamkeit und die Sache und lenke dich nebenbei nicht ab.
  • Vergleiche dich nicht
    Was passiert wenn du dich mit anderen vergleichst? Es bringt dich meistens dazu, dass du leidest. Vergleichen fügt dir also Leid zu! Denn es gibt immer jemand, der besser ist, der Schöner ist, der mehr Muskeln, mehr Geld oder einfach mehr und das Bessere von allem hat.
    Tipp für den Alltag: Höre auf dich mit anderen zu vergleichen. Erkenne, wann anfängst zu denken: „Was hat Sie/Er, was ich nicht hab?". Und denke dir stattdessen: „Ich erfreue mich an dem, was ich habe." Das ist am Anfang schwierig und klingt total albern, aber deine neue Gedankenstruktur wächst sich bei jedem Mal immer mehr und nach ein paar Wochen kannst du es immer besser annehmen. Und vielleicht kannst du dich sogar bald mit den Menschen freuen, dass sie etwas Schönes haben.
  • Bewerte nicht und bleibe neutral
    Wir alle erleben im Laufe unseres Lebens Dinge und bewerten, ob sie gut oder schlecht sind. So entwickeln wir ein Wertesystem und unser „Gehirnfilter" checkt sofort, ob etwas gut oder böse ist. Unser Filter ist jedoch sehr subjektiv und entspricht meistens nicht dem, was Wirklichkeit ist.
    Kleines Beispiel: Eine Frau hat Zahnweh. Alles ist entzündet und ihr stehen viele Zahnarzt-Termine bevor. In so einem Fall denkt doch jeder: Ohje, die arme Frau, das ist schlimm. Die Frau geht nun zum Zahnarzt. Dabei kommen sich die Frau und der Zahnarzt näher und werden ein super glückliches Paar. Sie hätten sich nie gefunden, wenn die Frau keine Zahnschmerzen gehabt hätte. Jetzt würde wieder jeder sagen: Was für ein Glück.
    Weiteres Beispiel: Du willst unbedingt einen bestimmten Job, bekommst ihn aber nicht. Zuerst bist du natürlich am Boden zerstört. Dann findest du plötzlich eine ganz andere Arbeit, an die du zuvor gar nicht gedacht hast, und es macht dir riesigen Spaß. Dann wirst du total froh sein, dass das mit dem Job zuvor nichts geworden ist. Du siehst, es ist schwierig eine Situation wirklich objektiv zu bewerten. Versuche deshalb alle Gedanken und Situationen einfach zu beobachten, zu registrieren, aber frei von einer gut/schlecht-Bewertung zu lassen.
    Tipp für den Alltag: Wenn du also ab jetzt merkst, dass du anfängst zu denken, dass etwas gut oder schlecht ist, sage dir selbst „Stopp!" und gehe in einen Beobachtungs-Modus.
  • Sei dir selbst genug
    Wir sind eine Leistungsgesellschaft, die funktionieren muss, und daher vor allem auf Fehler fixiert ist und auf die Sachen, die falsch laufen. Dabei wird meist sehr sparsam mit Lob, Anerkennung und auch bedingungsloser Liebe umgegangen.
    Leider führt das dazu, dass wir denken, wir müssen noch netter sein, müssen noch mehr leisten, noch sportlicher werden, und noch mehr Geld verdienen um von anderen anerkannt und gemocht zu werden. Dabei entsteht eine totale Abhängigkeit von der Meinung anderer. Und da die meisten Menschen auf das Negative fokussiert sind, bekommen wir wenig bis kein Lob und Anerkennung, und der Abhängigkeitskreis wird immer schlimmer.
    Tipp für den Alltag: Beginne nun, z.B. abends im Bett oder in einer kleinen Meditation, deinen Tag in Gedanken durchzugehen und dich darauf zu fokussieren, was gut gelaufen ist und worauf du stolz auf dich bist.

Beginne mit kleinen Schritten. Du sollst dich ja nicht überfordern ;) Und setzte dich nicht unter Druck sondern lasse dir Zeit. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
Wenn du an deiner Achtsamkeit arbeitest, hilft es dir sehr, wenn du mit meditieren beginnst. Was das ist, und wie du meditieren kannst findest du im Blog-Beitrag Atme dich frei.

Übrigens gibt es tolle Bücher zum Thema Achtsamkeit und auch schöne CD's mit geführten Achtsamkeitsmeditationen. Hier verlinke ich dir mal meine Highlights:

 

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